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Sunday, April 26, 2026
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Was hinter der Fan-Beziehung zum SC Freiburg steckt

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Ein BVB- und ein Freiburg-Fan jubeln im Europa-Park-Stadion im Breisgau.
Zwischen BVB- und Freiburg-Fans herrschten jahrelang Sympathien. © Moritz Müller/Imago

Gibt es eine Fanfreundschaft zwischen dem BVB und dem SC Freiburg? RUHR24 klärt über die Beziehung zum kommenden Gegner auf.

Dortmund/Freiburg – Am Sonntag (26. April, 17:30 Uhr) empfängt der BVB den SC Freiburg im Signal Iduna Park. Über der Partie schwebt ein Mythos, den nur wenige Borussen noch auf dem Schirm haben. Die Westfalen und die Breisgauer pflegten eine Fanfreundschaft. Wie die Beziehung entstand, warum sie einschlief und welche Berührungspunkte es heute noch gibt, erklärt RUHR24.

Gibt es eine Fanfreundschaft zwischen dem BVB und dem SC Freiburg?

Auf die Frage, ob noch eine Fanfreundschaft zwischen dem BVB und dem SC besteht, liefert ein Artikel des Fanzines schwatzgelb.de Aufschluss. Die kurze Antwort: Nein, aktuell pflegt der Großteil der Dortmunder keine Beziehung mehr zu den Freiburgern. Sie zerbrach offenbar 2001.

Der Bericht zeigt aber: Trotz einiger Zweifler in den Fanlagern existierte eine Freundschaft beider Klubs. Anhaltspunkte dafür waren gemeinsame Gesänge im Stadion, gegenseitige Unterstützung und besondere Momente an letzten Bundesliga-Spieltagen.

Wodurch entstand die Freundschaft zwischen BVB- und Freiburg-Fans?

Der Ursprung der Beziehung liegt im Jahr 1993. Der Sportclub stieg damals in die erste Bundesliga auf und traf am 1. Spieltag erstmals auf Schwarzgelb. Der BVB gewann gegen den Aufsteiger mit 3:2. Trotz der Niederlage hinterließen die ehemaligen „Breisgau-Brasilianer“ einen bleibenden Eindruck in Dortmund.

In derselben Spielzeit sorgte die Borussia am 34. Spieltag für großen Jubel der Freiburger. Der BVB besiegelte mit einem 4:1-Sieg über den 1. FC Nürnberg den Abstieg der „Glubberer“. Der SCF profitierte davon und sicherte sich den Klassenerhalt zeitgleich in Duisburg.

Danach reisten die „neuen Freunde“ sogar nach Dortmund, um gemeinsam zu feiern. Auch die BVB-Fans unterstützten die Freiburger. Bei den SCF-Spielen gegen die schwarzgelben Revierrivalen VfL Bochum oder den FC Schalke 04 sollen sie mit ihnen im Block gestanden und gesungen haben.

Warum existiert die BVB-Beziehung zum SC Freiburg nicht mehr?

Heute ist die Beziehung zwischen dem BVB und Freiburg kaum noch jemandem ein Begriff. Das dürfte daran liegen, dass sie laut dem Artikel von schwatzgelb.de seit 2001 beendet – oder zumindest eingeschlafen – ist. Bereits 1994/95 soll es zu „ersten Rissen im Miteinander“ gekommen sein, weil Freiburger Fans Ex-BVB-Profi Andreas Möller permanent ausgepfiffen haben sollen.

Bei einem Aufeinandertreffen im DFB-Pokal (4. Oktober 1995) wurde es noch drastischer. Der BVB entschied das Achtelfinale samt Verlängerung in Freiburg mit 1:0 für sich. Die Heimfans vergaßen aber offenbar die Freundschaft und sollen „aggressiv und feindselig“ gegenüber Dortmund aufgetreten sein.

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Obwohl einige Anhänger weiter versuchten, die Sympathien aufrechtzuerhalten, wurde die Freundschaft zumindest laut Fanmagazin schwatzgelb.de beendet. Aber geht das überhaupt?

BVB und SC Freiburg: Wie entstehen Fanfreundschaften?

Für die Frage nach dem Ende, muss zunächst geschaut werden, wie Fanfreundschaften überhaupt entstehen. Die Beziehungen werden nämlich nicht durch einen offiziellen Akt besiegelt. Eine Antwort lieferte Fanforscher Harald Lange bei Reviersport. Laut dem Dozenten für Sportwissenschaft (Uni Würzburg) lässt sich die Begründung „nicht immer leicht rekonstruieren“.

„Oftmals sind es gemeinsame Spiele, in denen etwas Besonderes passiert ist (…) Vor allem im Moment des Feierns wird diese Verbundenheit gestärkt und mündet oft darin, dass gemeinsame Schals und T-Shirts produziert werden und man sich gegenseitig zu Vereinsfeiern oder Klubjubiläen einlädt“, erklärte Lange bereits 2021. Heißt: Die damalige Freundschaft zwischen dem BVB und Freiburg entspricht der Definition des Experten.

Zum Ende einer solchen Beziehung sagte Lange: „Das verhält sich wie mit Beziehungen im echten Leben (…) Durch den Prozess des gegenseitigen Vergessens schläft so eine Fanfreundschaft im wahrsten Sinne des Wortes ein (…) In seltenen Fällen ist auch ein bestimmtes Ereignis für das Abkühlen von Fanfreundschaften verantwortlich. Beispielsweise wenn zwei Vereine im Rennen um die Meisterschaft oder gegen den Abstieg zu Konkurrenten werden.“

Was sind die letzten Berührungspunkte der BVB-Fans mit dem SC Freiburg?

Heutzutage beschließen primär organisierte Fans die Freundschaften zu anderen Klubs. Ein Beispiel dafür ist die Beziehung der BVB-Ultras zur Szene des 1. FC Köln. Mit dem SC Freiburg gab es aber auch nach 2001 noch Berührungspunkte. Der BVB-Fanclub Selm berichtete beispielsweise 2014 über eine 20-jährige Freundschaft zu Freiburger Anhängern. Sie pflegten seit einer Auswärtsfahrt in den Breisgau und einem Weinfest ihre Kontakte.

Der letzte erwähnenswerte Berührungspunkt liegt in der Dortmunder Meisterschaft 2011/12. Der SC Freiburg war am 34. Spieltag der letzte Gegner vor der Übergabe der Schale. Die Gästefans gratulierten sogar mit einem Spruchbanner („Freiburg gratuliert allen Dortmunder Jungs“) und feierten bei einem anschließenden Platzsturm mit Schwarzgelb.

Spruchbanner des SC Freiburg bei der BVB-Meisterschaft 2012.
Die Fans des SC Freiburg gratulierten dem BVB 2012 zur Deutschen Meisterschaft. © Christoph Reichwein/Imago

„Es war meisterlich, wie am letzten Bundesligaspieltag mit den Fans, den Spielern und dem gesamten Team des Sport-Clubs umgegangen wurde“, hieß es anschließend seitens des SCF. Die BVB-Fanabteilung und Ultras zeigten sich darauf in einem offenen Brief „angenehm überrascht“ von den Worten aus dem Breisgau. Sie forderten aber auch, dass die teils harten Kontrollen bei Auswärtsfahrten nach Freiburg enden müssen.

Besteht noch eine Chance für die BVB-Freundschaft mit Freiburg?

Seither ist die Beziehung weiter abgekühlt. Ob die Fanfreundschaft noch einmal aufflammt, ist schwer zu sagen. Wie Fanforscher Lange betonte, lassen sich die besonderen Momente, die zu solchen Beziehungen führen, schlecht planen.

Der wahrscheinlichste Weg zurück geht entweder über die organisierten Fanszenen selbst oder über Schützenhilfe in gemeinsamen Wettbewerben. Die Partie des BVB gegen den SC Freiburg am Sonntag bietet aber kaum Anlass dafür.

Schwarzgelb hat die Teilnahme an der Champions League nahezu sicher. Bei den Breisgauern liegt der Fokus nach dem Halbfinal-Aus im DFB-Pokal gegen Stuttgart wohl vorwiegend auf der Europa League. Sollte der SCF das Halbfinale gegen den SC Braga bestehen, haben sie große Chancen auf einen internationalen Triumph.



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